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In den vergangenen Jahren habe ich mich an verschiedenen Planungsmethoden versucht und keine war so effektiv wie die, die ich euch heute zeigen werde. Im Wesentlichen definiert ihr zu Beginn der Woche ein Ziel, erarbeitet die dafür wesentlichen Arbeitsschritte und reflektiert und justiert regelmäßig im Verlauf der Woche.

Wir funktionieren alle unterschiedlich und was für mich klappt, muss natürlich nicht für euch passen. Falls ihr jedoch noch keinen funktionierenden Ansatz gefunden habt, dann gebt dieser Methode doch eine Chance.

Analyse von Verpflichtungen

Ihr könnt nicht erwarten jede wache Minute an euren Projekten arbeiten zu können. Wir haben alle ein Leben, oder? Schreibt alle Verpflichtungen und Termine auf, die ihr während der kommenden Woche habt. Das können Arzttermine, eure Arbeit oder ein Treffen mit euren Eltern sein.

Damit unsere Planung funktioniert, muss sie so realistisch wie möglich sein, daher ist die Einplanung solcher Termine immens wichtig. Andernfalls scheitert euer Plan, bevor er überhaupt zum Tragen kommt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind Dealines. Damit ist alles gemeint, was zu einem bestimmten Termin erledigt sein muss wie die Einreichung eurer Steuererklärung oder die Abgabe einer Hausarbeit. Wenn ihr wisst, dass ein wichtiges Projekt auf der Arbeit beendet werden muss, dann plant am besten zusätzliche Zeit dafür ein. Projekte sind erfahrungsgemäß etwas unberechenbar und ihr tut euch einen Gefallen eine realistische Zeitspanne dafür einzuplanen.

ToDo Braindump

Als nächstes schreibt ihr alle Aufgaben auf, die ihr erledigten wollt oder müsst. Diese Aufgaben müssen nichts mit eurem eigentlichen Wochenziel zu tun haben, sondern beinhalten Dinge wie das Bezahlen von Rechnungen, Wäsche waschen oder die Vorbereitung von Mahlzeiten. Während manche dieser Aufgaben sicherlich wichtig und nötig sind, können andere verschoben oder sogar gänzlich gestrichen werden.

Wichtig ist vor allem, dass ihr diese Erledigungen aus eurem Kopf bekomt und Zeit für diejenigen einkalkuliert, dir ihr machen müsst. Es gibt nichts frustrierenderes als das Gefühl nichts erreicht zu haben, wenn ihr tatsächlich lediglich mit Dingen beschäftigt wart, die ihr nicht eingeplant habt.

Festlegung der verfügbaren Zeit

Wenn ihr wisst, wie viel Zeit für Termine, Verpflichtungen und sonstige Aufgaben verwendet wird, bekommt ihr eine Vorstellung der verfügbaren Zeit für eure Ziele (wir kommen gleich dazu).

Schaut euch jeden einzelnen Tag an und vermerkt euch alle Zeitfenster, die euch zur Verfügung stehen. Es müssen nicht immer große Zeitspannen sein, kleinere Zeiträume sind vollkommen ausreichend.

Hier habt ihr Gelegenheit eure Verpflichtungen zu überdenken. Müsst ihr diese Woche wirklich einen Großputz machen oder wäre diese Zeit besser mit euren Kindern oder eurem Roman verbracht? Ist es wirklich nötig die Wohnung auf Hochglanz zu polieren oder tut es einfaches abstauben und staubsaugen? Wäre eine Putzhilfe eine Option? Eure Zeit ist ein kostbares Gut!

Definition eines Wochenziels

Mich persönlich motiviert ein Wochenziel ungemein, denn dadurch handle ich mit einer gewissen Absicht. Idealerweise beinhaltet dieses Ziel ein messbares Ergebnis, denn je klarer ihr euren Zielzustand definiert, desto besser eure Leistung.

Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass ein Weltenunterschied zwischen „Ich arbeite diese Woche am Blog“ und „Ich schreibe diese Woche fünf Artikel“ liegt. Bei letzterem ist das Ergebnis klar definiert.

Was ihr euch zum Ziel setzt ist euch überlassen. Vielleicht möchtet ihr an euren Geschichten arbeiten und 5k Wörter schreiben oder eure Charaktere ausarbeiten. Oder ihr benötigt dringend eine Erholungswoche. Versucht in jedem Fall so klar und deutlich wie möglich zu sein. Ihr werdet euch selbst danken!

Schlachtplan ausarbeiten

Damit die Erreichung eures Ziels so einfach wie möglich ist, empfehle ich euch die Erstellung eines Handlungsplans. Dieser beinhaltet jede Aufgabe und jeden nötigen Schritt.

Das bereits erwähnte Ziel fünf Artikel zu schreiben würde in einer Liste tatsächlicher Themen resultieren, über die ich schreiben möchte. Dadurch muss ich morgens nicht erst darüber nachgrübeln, über was ich schreiben soll und manchmal hat mein Unterbewusstsein sogar Vorarbeit geleistet und das Schreiben geht umso flüssiger.

Die einzelnen Arbeitsschritte sollten möglichst überschaubar sein, damit ihr von deren Umfang nicht überwältigt seid. Außerdem ist es befriedigend eine erledigte Aufgabe abzuhaken, selbst wenn es eine kleine war. Erledigt ist erledigt 🙂

Tägliche Reflektion

Um euer Ziel zu erreichen, empfiehlt es sich, jeden Abend über den vergangenen Tag zu reflektieren und wenn nötig Anpassungen für den kommenden zu machen.

Wenn ich jeden Tag der Woche im Voraus mit Aufgaben fülle, habe ich schmerzhafte Erfahrungen machen müssen, Das Leben kommt doch immer wieder dazwischen und obendrein sind wir Menschen ziemlich schlecht darin den Zeitaufwand einzelner Aufgaben einzuschätzen. Bei großen Vorausplanungen scheiterte ich oftmals, sobald ich die erste Aufgabe nicht in der gesetzten Zeit erledigen konnte, denn dadurch geriet mein ganzer Plan durcheinander. Falls dieser Ansatz für euch funktioniert – super, falls nicht, dann versucht es mit täglichen Anpassungen.

Hierbei analysiert ihr, wie der Tag verlaufen ist und welche Aufgaben ihr erledigt habt. Anschließend könnt ihr offene Aufgaben für den nächsten Tag einplanen und seid für diesen gewappnet.

Ich hoffe ihr findet diesen Planungsansatz nützlich. Wie immer liegt es an euch, alles an eure Bedürfnisse anzupassen. Meine größte Herausforderung liegt übrigens in Konsistenz. Solange ich vorbildlich plane funktioniert alles ziemlich reibungslos, doch wehe ich lasse es schleifen. Dann geht meine Produktivität gerne den Bach runter, wie man so schön sagt… Konsistenz ist wirklich der Schlüssel zum Glück.

Falls ihr noch Unklarheiten habt oder mit Problemen zu kämpfen habt, könnt ihr euch jederzeit melden! Lasst mich an euren Gedanken teilhaben.

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