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Ablehnungen sind hart. Manchmal sogar grausam. Wir sind soziale Wesen und wollen von anderen respektiert und akzeptiert werden. Die Ablehnung von unserer Arbeit fühlt sich besonders miserabel an, denn darin stecken jede Menge Blut, Schweiß und Tränen.

Allerdings sind Ablehnungen ein natürlicher Teil unserer Reise. Wir alle müssen uns regelmäßig mit Ablehnungen auseinander setzen und tatsächlich sind sie ein guter Indikator von Fortschritt. Sie zeigen, dass wir vorwärts marschieren und das ist der einzige Weg unsere Ziele zu erreichen.
Um Ablehnungen etwas weniger niederschmetternd zu machen, schauen wir uns Möglichkeiten an, damit umzugehen und sogar etwas dabei zu lernen.

Akzeptanz

Der erste Schritt zur Schmerzüberwindung ist die simple Anerkennung, dass ihr oder eure Arbeit abgelehnt wurden. Ich weiß, dass es schmerzt und ich weiß, wie frustrierend es sich anfühlt, doch tretet einen Schritt zurück und analysiert, was tatsächlich passiert ist.

Nehmen wir an, ihr habt euer Manuskript an einen Verlag gesendet und eine Absage erhalten. Was ist passiert? Höchstwahrscheinlich wurdet ihr von einer einzelnen Person abgelehnt. Diese Person verbringt ihren Tag mit dem Überfliegen von Bewerbungen und hat kaum Zeit für jede einzelne. Er überfliegt also euer Manuskript – wenn überhaupt! – und entscheidet aufgrund dessen, ob er es mag und ob es sich verkaufen lässt. Die Chance so eine Person zu verzaubern ist ziemlich klein, selbst wenn ihr euer Werk auf’s Äußerste poliert habt. Nur weil ihr nun eine Absage erhalten habt, sagt das nichts über den Wert eurer Arbeit aus. Oder dass ihr ein schlechter Autor seid. Eine Absage ist eine Rückmeldung, dass es dieses Mal nicht funktioniert hat. Was nicht heißt, dass es in Zukunft nicht funktionieren wird.

Ich denke, ihr wisst, dass selbst viele bekannte Autoren mehrere Male abgelehnt wurden, bevor sie ihre Arbeit veröffentlichen konnten. Darunter befinden sich Größen wie J.K. Rowling, Agatha Christie, Dr. Seuss und Stephen King. Ihr befindet euch also in guter Gesellschaft 😉

Auswertung

Wenn ihr eure Absage als Sprungbrett in eure Zukunft betrachtet, dann könnt ihr sie auswerten. Versucht herauszufinden, ob der Grund der Absage gerechtfertigt ist. Habt ihr einen Fehler gemacht oder hat eurer Bewerbung etwas gefehlt? Solltet ihr dies nicht objektiv beurteilen können, dann fragt jemanden, dem ihr vertraut.

Findet ihr tatsächlich Möglichkeiten zur Verbesserung, dann setzt dies so schnell wie möglich um und versucht es erneut.

Falls ihr die Möglichkeit habt, nach einer detaillierten Rückmeldung zu fragen, dann tut dies. Alles was ihr dabei lernt, könnt ihr bei erneuten Versuchen umsetzen.

Wenn ihr realisiert, dass ihr alles menschenmögliche gemacht habt und die Bewerbung einfach nicht gepasst hat, dann versucht es woanders erneut.

Habt ihr eine beleidigende oder herabsetzende Rückmeldung bekommen, dann macht euch klar, dass solch bemitleidenswertes Verhalten etwas über den Charakter der anderen Person sagt und nichts über euch und eure Arbeit. Vielleicht fühlt sich diese Person miserabel oder frustriert und hat euch als Ventil für ihre Wut verwendet. Nehmt euch so etwas nichts zu Herzen, denn es hat tatsächlich überhaupt nichts mit euch zu tun.

Abgelehnt zu werden ist nichts schlimmes. Es zeigt lediglich, dass es zwischen euch und der anderen Person unter den gegebenen Umständen nicht gepasst hat. Ihr seid sehr mutig, dass ihr in eurem Interesse handelt und abgelehnt zu werden ist ein sicheres Zeichen, dass ihr auf dem richtigen Weg seid. Ihr habt das sehr gut gemacht!

Betrachtet Ablehnung als Teil des Prozesses. Ihr versucht es, ihr scheitert, ihr verbessert euch und ihr versucht es erneut. Bis ihr gewinnt. Richtiges Scheitern geschieht erst dann, wenn ihr aufgebt.

Wie geht ihr mit Ablehnungen um?

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