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Self Care, also die Pflege von Körper, Geist und Seele, ist etwas, über das heutzutage viele Menschen reden und es ist tatsächlich eine wichtiges Thema für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Im Kern steckt die Balance aller Aspekte unseres Lebens, um gesund und ausgeglichen zu sein. In der heutigen Zeit wird Produktivität viel zu sehr verherrlicht und unsere mentale und körperliche Gesundheit dabei vernachlässigt. Sich die Zeit zum Aufladen der inneren Speicher zu nehmen wird oftmals entweder als Luxus oder als Zeitverschwendung betrachtet.

Allerdings ist dies ein großer Fehler, denn wenn ihr euch selbst vernachlässigt, dann schadet ihr euch damit. Wie man so schön sagt: You cannot pour from an empty cup. (Man kann nicht aus einer leeren Tasse einschenken)

Ich sage nicht, dass Produktivität etwas schlechtes oder gar böses ist. Sicher nicht! Was ich sage ist, dass Menschen komplexe Lebensformen sind, die Balance und Ausgleich brauchen, um auf lange Sicht zu funktionieren und glücklich zu sein.

Es gibt tatsächlich viele verschiedene Aktivitäten, mit denen ihr euer Leben bereichern könnt. Einige davon sind sicherlich sehr offensichtlich, doch die Magie liegt in der Anwendung! Lest nicht einfach diesen Artikel und macht weiter, als wäre nichts weiter geschehen. Wissen ohne Anwendung ist absolut nutzlos. Es liegt kein Vorteil darin. Tut mir einen Gefallen und sucht euch eines der Aktivitäten aus und integriert sie in euren Alltag.

Schlaf

Auch wenn allgemein bekannt ist, dass wir einen ausreichenden und gesunden Schlaf benötigen, schlafen die meisten Leute zu wenig. Schlafmangel verschlechtert jedoch eure Produktivität, eure Konzentration und sogar eure Motivation. Daher ist es umso wichtiger, regelmäßig eine gute Portion Schlaf zu bekommen. Zwischen 7 und 9 Stunden ist hierbei die normale Zeitspanne eines Erwachsenen, obwohl ich von mir selbst sagen muss, dass ich bei nur 7 Stunden ziemlich mürrisch unterwegs bin. Die richtige Schlafdauer ist recht individuell, daher müsst ihr für euch selbst heraus bekommen, wie viel ihr braucht. Behaltet jedoch im Hinterkopf, dass es eine goldene Mitte gibt, denn zuviel Schlaf macht euch ebenfalls träge! Außerdem solltet ihr euch darüber bewusst sein, dass Anpassungen eurer Schlafzeit eine gewisse Anpassungsperiode benötigen. Erwartet keine großen Veränderungen nach einer einzigen Nacht. Probiert es für einige Tage oder sogar Wochen, um ein richtiges Ergebnis zu sehen.

Eine gute Schlafhygiene ist mindestens so wichtig wie die richtige Dauer. Wenn ihr euch die ganze Nacht im Bett herum wälzt oder gar nicht erst einschlafen könnt, dann müsst ihr herausfinden, wie ihr dies kuriert. Beginnen könnt ihr, indem ihr Technik aus euren Schlafzimmern verbannt und vor dem Schlafen gehen nicht mehr vor einem Bildschirm klebt. Das Licht von Bildschirmen erschwert das Einzuschlafen. Ihr könnt auch einfach Computer und Smartphone nach 20 Uhr ausschalten, wenn das für euch funktioniert.

Ein warmer Kamillen– oder Baldriantee beruhigt den Körper und hilft gegen Schlaflosigkeit. Alternativ könnt ihr euch auch ein Bad einlassen und diese Kräuter ins Badewasser tun.

Falls ihr euch dabei erwischt nachts zu grübeln, dann kann Tagebuch führen einen Versuch wert sein. Schreibt einfach alles auf, was euch durch den Kopf geht, bevor ihr schlafen geht. Dadurch verarbeitet ihr beim Schreiben alles und neigt weniger dazu, euch des nachts Gedanken darüber zu machen.

Quält ihr euch jedoch über einen längeren Zeitraum mit Schlaflosigkeit herum, dann ist es höchste Zeit für einen Arztbesuch.

Ernährung

Als nächstes möchte ich das Thema Ernährung anschneiden. Ich bin niemand, der eine einzelne Ernährungsform für das einzig Wahre hält, denn es gibt keine alleinige Form, die für alle Menschen passt. Wir sind alles Individuen und dies trifft ebenso auf unser Essverhalten zu.

Allerdings bin ich ziemlich sicher, dass Fertiggerichte so viele unnatürliche Zutaten enthalten, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sie gesund und nahrhaft sind. Zuhause zu kochen ist nicht ansatzweise so schwer, wie es vielleicht scheinen mag. Youtube und eine endlose Anzahl hilfreicher Kochblogs stehen euch hierbei zur Seite. Dieses Buch verwende ich außerdem seit Jahren mit viel Freude.

Meine persönliche Ernährung legt den Fokus auf frisches Gemüse und Obst. Ich versuche meinen Konsum von Fleisch und Milchprodukten hauptsächlich aus Umweltgründen zu limitieren. Zwar bin ich weder vegan noch vegetarisch, doch esse ich Fleisch für gewöhnlich nur einmal die Woche und für mich passt das so. Neben gesunden Fetten aus Nüssen und Samen sowie Protein aus verschiedenen Hülsenfrüchten, versuche ich meine Kohlenhydrate mehrheitlich aus Vollkornprodukten, Kartoffeln und Reis zu bekommen. Zucker und weißes Mehl versuche ich so gut es geht auszulassen, auch wenn es immer wieder Tage gibt, an denen ich mehr davon esse, als ich geplant hatte. Das ist jedoch in Ordnung, denn ich halte eine gesunde Balance für essentiell für langanhaltenden Erfolg.

Das wichtigste bei der Ernährung ist, meiner Meinung nach, dass ihr es voll und ganz genießt, sowohl mit euren Sinnen als auch mit eurem Körper. Wenn etwas gut schmeckt und es eurem Körper gut tut, dann habt ihr gewonnen!

Bewegung

Bewegung ist ebenfalls essentiell wichtig für unser generelles Wohlbefinden, weshalb ich es hier erwähne. Unser heutiger sitzlastiger Lebensstil ist die Ursache für viele gesundheitliche Probleme, von der Belastung unserer mentalen Energie gar nicht zu sprechen. Teilweise liegt das sicherlich an unserem hohen passiven Stresslevel. Stress bringt uns in eine Kämpfe-oder-fliehe-Reaktion, die kein Ventil hat, wenn wir lediglich am Schreibtisch sitzen. Ich denke ihr kennt alle das erleichternde Gefühl, wenn man auf einen Boxsack einschlägt oder eine Runde rennen geht, wenn man wütend oder gestresst ist.

Ihr müsst euch nicht im Fitnesscenter quälen, wenn ihr das verabscheut und ihr müsst nicht joggen gehen wenn ihr es totlangweilig findet. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den Körper zu bewegen und es liegt an euch, etwas zu finden, das euch Spaß macht. Wenn ihr es nämlich nicht genießt, dann werdet ihr auch nicht dabei bleiben.

Meine bevorzugte Form der Bewegung ist ein Spaziergang im Freien. Manchmal in einem flotten Tempo, manchmal eher gemütlich. Ich bewege dadurch meinen Körper, bekomme die tägliche Portion Tageslicht und genieße die Natur. Anschließend fühle ich mich immer erfrischt und energiegeladen.

Meditation

Ja, ich weiß, dass heutzutage jeder über Meditation spricht und es der neue Trend ist. Allerdings ist es hoffentlich kein vorübergehender Trend, denn die positiven Auswirkungen, die Meditation auf unser Leben hat, sind nicht zu verachten.

Meditation ist eine effektive Art uns im aktuellen Moment zu ankern. Mit dem übermäßigen Gebrauch von sozialen Medien, Emails und was nicht sonst noch wird es immer wichtiger einen Ausgleich zu schaffen. Unsere Aufmerksamkeitsspanne wird kleiner und kleiner und viele von uns lenken uns von unserer eigenen Existenz ab. Ich kann es verstehen, es ist unbequem. Vor dem Unbehagen zu flüchten ist jedoch auch keine Alternative.

Es gibt verschiedene Arten von Meditation und ich möchte über keine davon urteilen. Wenn ihr bisher noch keinen Zugang dazu gefunden habt, dann probiert die verschiedenen Möglichkeiten aus.

Ihr könnt euch einfach bequem hinsetzen und euren Geist ruhig werden lassen. Wenn ein Gedanke auftaucht, dann nehmt ihn wahr und lasst ihn dann los, indem ihr euch auf den aktuellen Moment oder euren Atem konzentriert. Die Konzentration auf den Atem ist wahrscheinlich der einfachste Einstieg. Ihr müsst euren Atem nicht manipulieren, sondern ihn einfach nur wahrnehmen und fühlen.

Eine weitere Möglichkeit sind geführte Meditationen. Das sind typischerweise Aufnahmen von beruhigenden Klängen oder Musik und einer Stimme, die euch durch die Reise führt. Ihr könnt auf diese Weise eine tiefe Entspannung herbeiführen oder ihr könnt mental auf die Reise zu einem anderen Ort gehen. Was auch immer ihr möchtet. Ich kann euch The Honest Guys auf Youtube ans Herz legen, auch wenn es auf englisch ist (es wird ziemlich klar und verständlich gesprochen). Sie haben fabelhafte Meditationen, die ich schon seit Jahren verwende. Besonders toll finde ich ihre Meditationen in Mittelerde 🙂

Noch eine andere Option sind bewusste Spaziergänge. Manche Menschen finden es unerträglich herum zu sitzen und nichts zu tun. Falls dies auf euch zutrifft, dann geht eine Runde in der Natur spazieren und lasst eure Umgebung einfach auf euch wirken. Das Zwitschern der Vögel, das Rascheln der Bäume im Wind, der Geruch von Blüten und die Berührung des Sonnenlichts auf der Haut. Versucht die Umgebung mit all euren Sinnen wahrzunehmen.

Meditation für Dummies ist ein klasse Buch, welches das Thema gut verständlich und umfangreich erläutert.

Dies sind alle Themen, die ich heute ansprechen möchte, denn ich will den Rahmen des Artikels nicht sprengen. Wahrscheinlich schreibe ich demnächst einen weiteren Artikel, um dieses wichtige Thema zu erweitern. Was sind denn eure Gedanken dazu?

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