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Es gibt viele Gründe, die dafür sorgen können, dass das Schreiben für eine Weile auf Eis gelegt wird und der Roman in der Schublade landet. Urlaub, Krankheit, Lustlosigkeit, Schreibblockade oder das Leben. Je länger die Pause andauert, umso schwerer ist es für die meisten, wieder einzusteigen.

Die Angst vor dem Neuanfang

Ebenso zahlreich wie die Gründe, die zu einer Pause geführt haben, können die Ängste sein, die euch davon abhalten wieder durchzustarten. Die gängigsten Probleme sind:

  • Ihr habt Angst, dass die Qualität eures Schreibstils unter der Pause gelitten hat und nicht mehr nahtlos an eure bisherige Arbeit anknüpfen könnt.

  • Ihr habt euch so lange nicht mehr mit eurer Geschichte beschäftigt, dass ihr den Faden verloren habt und euch erst wieder komplett hineindenken müsst.

Zurückfinden in die Schreibroutine

Der beste Tag, um wieder anzufangen, ist immer heute. Mit jedem Tag, den ihr aufgrund eurer Befürchtungen verstreichen lasst, macht ihr es euch schwerer.

Wer unter dem ersten Problem leidet, der sollte sich klar machen, dass die Angst nicht wahr sein muss. Ob die Qualität eures Schreibstils wirklich unter der Pause gelitten hat, findet ihr nur heraus, wenn ihr es probiert. Und selbst wenn ihr euch überwunden habt und ihr tatsächlich unzufrieden seid: Vielleicht dauert es aufgrund eurer bisherigen Schreiberfahrung auch gar nicht lange, bis ihr zu eurer alten Hochform zurückgefunden habt. Außerdem dürft ihr euch gerne in Erinnerung rufen, dass die erste Version noch keine Meisterleistung sein muss und dass es dafür später die Korrekturphase gibt.

Auch beim zweiten Problem kann Abhilfe geschaffen werden. In jedem Fall solltet ihr euch erst wieder einlesen, um euch in die Geschichte und die Charaktere zurückversetzen zu können. Bei kürzeren Pausen reichen meist die letzten Kapitel aus, bei längeren würde ich euch ans Herz legen, alles zu lesen. Das mag je nach Umfang erst mal dauern, aber es lohnt sich.
Darüber hinaus könnt ihr bei dieser Gelegenheit den Umstand eures Vergessens als etwas positives ansehen: Euer Blick auf die Geschichte ist distanzierter und es wird euch leichter fallen Fehler und Unstimmigkeiten zu finden. Womöglich bekommt ihr beim Durchlesen sogar neue Ideen, die eure Geschichte noch besser machen.

Gerne könnt ihr uns eure Erfahrungen mit Schreibpausen und dem Wiedereinstieg in das Autorenleben schildern. Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg und einen wenig steinigen Weg bei der Rückkehr zu euren Geschichten!

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