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Wir sind, was wir regelmäßig tun. Hervorragende Leistung ist also keine Handlung, sondern eine Gewohnheit. – Will Durant

Die meisten werden dieses Zitat bereits kennen und ich muss gestehen, dass ich es ziemlich gerne mag. Es lässt Raum zur Verbesserung und für Veränderung. Es legt das Schicksal in unsere eigenen Hände. Wenn wir sind, was wir wiederholt tun, dann haben wir die Macht uns und unser Leben zu jeder Zeit zu verändern, indem wir kleine routinierte Gewohnheiten in unseren Alltag bauen. Ist das nicht klasse?

Doch mit dem Schicksal in unseren eigenen Händen müssen wir auch die damit einhergehende Verantwortung tragen. Wir allein sind die Meister unseres Geschicks und es liegt an uns, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Habt ihr eine Schreibroutine? Einen täglichen Zeitplan? Falls ja, super! Falls nein, möchtet ihr vielleicht eine aufbauen.

Wie erlangt ihr körperliche Stärke? Indem ihr regelmäßig jede Woche trainiert. Wie lernt ihr Geige zu spielen? Indem ihr regelmäßig über eine lange Zeit übt. Wie werdet ihr besser im Schreiben? Indem ihr regelmäßig schreibt.

Ihr werdet automatisch besser, wenn ihr regelmäßg oder gar jeden Tag schreibt. Und ihr macht obendrein eine Gewohnheit daraus. Dadurch müsst ihr euch nicht länger mit Prokrastinieren oder Nachlässigkeit herumschlagen. Das Warten auf Inspiration und Muse ist gefährlich und nutzlos und wird euch nicht zu einem vollendeten Buch bringen. Doch tägliches Schreiben, selbst wenn es nur für kurze Zeit ist, wird in einem Monat oder einem Jahr einen gewaltigen Unterschied machen!

Wenn ihr nicht wisst, was ihr schreiben sollt

Normalerweise schreibt ihr natürlich die Geschichte, die ihr erzählen möchtet. Ihr müsst auch nicht am Beginn starten. Nehmt euch eine Szene, die ihr gerne schreiben möchtet und bringt sie auf (digitales) Papier.

Falls ihr diese Geschichte allerdings noch nicht kennt oder wenn euch entsprechende Informationen fehlen und ihr dennoch etwas schreiben möchtet, könnt ihr folgendes tun:

Nehmt ein Erlebnis aus eurem eigenen Leben – es kann etwas sein, das heute passiert ist oder schon länger zurück liegt, ja es kann sogar etwas erfundenes sein – und schreibt diese Szene so lebendig und lebensecht wie möglich.

Eine etwas fortgeschrittenere Variation  ist folgende: Lest ein Buch und versucht den Stil des Autors in eurer Schreibübung zu imitieren. Probiert dies mit verschiedenen Autoren und in verschiedenen Genres und Perspektiven. Mit der Zeit erhaltet ihr so ein Gefühl für die verschiedenen Stilelemente.

Der Zeitplan

Wie lange oder wie viele Wörter, ebenso wie die Uhrzeit und die Frequenz ist grundsätzlich völlig euch selbst überlassen. Ich persönlich lege euch tägliches Schreiben ans Herz, denn dadurch scheint es am einfachsten, eine Routine zu bilden. Falls ihr jedoch nur an bestimmten Tagen schreiben könnt, ist das absolut in Ordnung.

Was eine bestimmte Anzahl Wörter angeht… bin ich etwas zwiegespalten zwischen einer festen Schreibzeit und einer fixen Anzahl Wörter. Wenn ihr euch eine fixe Anzahl Wörter zum Ziel setzt, kann das in Stress ausarten, wenn ihr stecken bleibt und das Schreiben länger als gewöhnlich oder erwartet geht.  Andererseits garantiert diese Variante ein zu erwartendes Ergebnis und damit entsprechender Fortschritt. Wenn ihr euch eine feste Zeitspanne setzt, dann könnt ihr natürlich ebenfalls viel zu Papier bringen und ihr könnt die Schreibzeiten außerdem leichter einplanen, da sie eine fixe Dauer haben. Allerdings kann es auch passieren, dass ihr zeitweilen vor einem leeren Blatt Papier sitzt.

Für mich ist ein festes Zeitfenster viel besser planbar und damit machbarer. Während des NaNoWriMo mag ich allerdings die Herausforderung eines täglichen Wortziels und freue mich schon auf das diesjährige Event. Ihr müsst für euch selbst ausprobieren, welche Variante ihr bevorzugt.

Der Schreibumfang ist ebenfalls etwas sehr persönliches. Manche Menschen finden es einfach jeden Tag ein paar Tausend Wörter zu schreiben, doch für die meisten ist das völlig übertrieben. Speziell wenn ihr gerade erst mit eurer Schreibroutine beginnt, lohnt es sich, mit kleinen Schritten zu starten. Setzt euren Timer auf ein paar Minuten oder versucht Hundert Wörter zu schreiben und arbeitet euch von dort aus hoch.

Ich hoffe ihr habt ein bisschen Inspiration für eure eigene Schreibroutine gefunden, falls ihr noch keine habt. Lasst uns wissen, was ihr denkt und wie es für euch funktioniert.

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