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Es mag offensichtlich sein, aber wir Menschen sind nicht dafür gemacht, den ganzen Tag auf unserer Kehrseite zu sitzen. Obwohl dies den meisten bewusst ist, sitzen wir heute mehr denn je. Natürlich liegt das teilweise an unseren Jobs, wir als Autoren ganz besonders, andererseits ist vieles davon auch einfach nur Gewohnheit. Es wird Zeit diesem Muster in den Hintern zu treten!

Die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten sind vielfältig und Variation ist hierbei der Schlüssel. Ihr müsst nicht den ganzen Tag im Stehen arbeiten oder nur noch laufen und nie wieder hinsitzen. Das wäre völlig übertrieben. Und ehrlich gesagt auch nicht unbedingt gesund oder ausgewogen. Euer Ziel sollte Balance und Abwechslung und nicht Extreme sein.

Möglichkeit Nr. 1 – Macht Pausen und bewegt euch

Stellt euch einen Wecker auf einen beliebigen Zeitraum (eine halbe Stunde, einmal pro Stunde oder alle zwei Stunden) und bewegt euch, wenn er klingelt. Ihr müsst nichts großartiges oder gar peinliches machen. Steht einfach auf und lauft ein paar Minuten durch das Büro. Wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, dann dehnt euch ein wenig. Anwendern der Pomodoro-Methode schlage ich vor, die 5 Minuten Pause für etwas Bewegung zu verwenden. Alleine damit tut ihr eurem Körper bereits einen großen Gefallen.

Möglichkeit Nr. 2 – Steht auf

Eine weitere Variation ist, eure Arbeitseinheit stehend zu verbringen. Hierfür benötigt ihr einen höhenverstellbaren Tisch oder zwei Tische mit unterschiedlichen Höhen – einen für’s Sitzen, einen für’s Stehen 🙂
Höhenverstellbare Tische gibt es zu unterschiedlichen Preisen und sie sind leider nicht unbedingt die günstigste Investition. Allerdings sind sie meiner Meinung nach ihr Gewicht in Gold wert. Wenn ihr in einem Unternehmen angestellt seid, dann redet mit eurem Chef. Vielleicht ist die Firma bereit, Stehtische zu besorgen (mein früherer Arbeitgeber hat das getan!)
Wenn ihr, wie ich, von Zuhause aus arbeitet und das Geld nicht vom Himmel fällt, dann schaut euch doch auch mal Ikea Tische an. Sie sind nicht so stabil wie die teureren Varianten anderer Marken – ich würde mich nicht auf die Tischplatte lehnen! – aber sie sind als Schreibtisch durchaus zu gebrauchen und ich hatte bisher keinerlei Probleme damit. Im Gegenteil!
Wie bei Möglichkeit Nr. 1 empfehle ich euch, einen Wecker zu stellen, denn sind wir erst einmal in unsere Arbeit vertieft, vergessen wir gerne alles andere, nicht wahr?

Möglichkeit Nr. 2.1 – Balance

Wenn ihr mit einem Stehpult arbeitet, dann kann ich euch ein Kissen dieser oder ähnlicher Art sehr empfehlen. Ihr müsst darauf stehen oder sitzen und euer Gleichgewicht halten, was jede Menge Muskeln aktiviert. Es ist eine sehr subtile Art euren Körper zu bewegen und eure Haltung zu verbessern und ich möchte nicht darauf verzichten!

Möglichkeit Nr. 3 – Verschiedene Sitzvariationen

Ich bin eine starke Verfechterin von gesunder Abwechslung und verschiedene Sitzmöglichkeiten sind ein Weg, dies zu erreichen. Neben meinem normalen Schreibtischstuhl habe ich noch diesen Ball und diesen Swopper Sitz. Der Ball ist eine sehr günstige Variante, doch er nimmt auch eine gehörige Portion Raum ein. Ich habe ihn gekauft, als ich mir nichts anderes leisten konnte und während es eine solide Alternative ist, solltet ihr die Nachteile vor Augen haben (er fühlt sich recht kalt im Winter an und im Sommer klebt ihr daran, falls ihr kurze Hosen tragt). Den größten Nachteil von regulären Stühlen ist die krumme Körperhaltung in die wir wohl alle verfallen. Sowohl der Ball als auch der Hocker verhindern dies. Ihr sitzt automatisch schön gerade und da sie außerdem flexibel sind, müsst ihr euer Gleichgewicht halten, was euren Rücken entspannt und euere Muskulatur stärkt. Cool, nicht?
Darf ich kurz erwähnen, wie sehr ich meinen Swopper liebe? Er ist eine der besten Invetitionen, die ich je gemacht habe. Der Preis ist ziemlich üppig, aber die Qualität ist ausgezeichnet. Ich habe meinen gebraucht gekauft, um etwas Geld zu sparen und musste dennoch viel Geld berappen. Was jedoch nur zeigt, wie gut sich der Wert erhält.
Einen weiteren Sitz, den ich getestet habe und genial finde ist dieser hier. Er steht auf meiner Einkaufsliste, doch durch den hohen Anschaffungspreis konnte ich ihn mir noch nicht leisten. Eure Körperhaltung ist vollkommen anders als auf anderen Stühlen, was eine sehr angenehme Abwechslung ist. Dennoch habt ihr automatisch eine gerade Körperhaltung, was einfach super ist.

Möglichkeit Nr. 4 – Spazieren gehen

Seit ein paar Monaten schon ist ein zügiger Spaziergang Teil meiner täglichen Routine geworden und es fühlt sich gigantisch an. Neben dem Compound Effect hilft es mir auf so vielfältige Weise. Wenn ihr es früh am Morgen oder während eurer Mittagspause macht (vergesst nicht im Sommer einen Hut anzuziehen!), dann werdet ihr von verbesserter Konzentration profitieren. Außerdem werdet ihr euch entspannter und besser gelaunt fühlen. Die tägliche Dosis Sonnenlicht, gemischt mit körperlicher Bewegung, hilft dabei natürlich enorm. Wenn ihr dabei außerdem ins Grüne abtaucht, umso besser!
Ihr müsst es nicht übertreiben. Eine halbe Stunde ist perfekt! Ihr könnt gemütlich schlendern oder ein leichtes Workout daraus machen, indem ihr zügiger geht. Falls ihr letzteres preferiert, dann ist euer Ziel ein schneller Schritt, den ihr für einen unbegrenzten Zeitraum halten könnt. Fangt nicht an zu joggen oder außer Atem zu geraten, eine zügige, aber angenehme Geschwindigkeit ist perfekt.

Wie bereits gesagt müsst ihr euer Verhalten nicht drastisch ändern oder gar in Extreme verfallen. Ihr solltet nach Balance streben. Um es euch einfacher zu machen tatsächlich etwas in euren Alltag zu integrieren, sucht euch eines der aufgeführten Möglichkeiten aus und startet damit. Wenn dieses zu einer Gewohnheit geworden ist, könnt ihr eine weitere Variante einbauen.

Welches der genannten Ansätze verwendet ihr bereits? Habt ihr weitere Ideen? Ich würde mich freuen, von euch zu hören!

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