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Wer kennt es nicht? Man hat große Ziele und nimmt sich Aufgaben vor, doch am Ende des Tages muss man deprimiert feststellen, dass man keinen Schritt weiter gekommen ist. Man findet einfach keine Zeit für das Lebensverändernde. Meistens liegt es weniger an fehlender Zeit, als vielmehr an fehlender Priorisierung. Wenn ihr wisst, was euch wirklich wichtig ist, dann werdet ihr feststellen, dass ihr Zeit dafür frei räumen könnt. Auch wenn es im ersten Moment schwierig klingt, ist es in der Realität tatsächlich viel einfacher als angenommen. Ich musste das selbst feststellen und hoffe euch mit meiner Erfahrung weiter helfen zu können.

Warum?

Nunja, wenn ihr euch fühlt wie die Meister eures Lebens, dann braucht ihr nicht weiter zu lesen. Falls ihr aber, wie ich, kein weiteres Lebensjahr verstreichen lassen möchtet, ohne euren Zielen näher gekommen zu sein, dann lest weiter.

Es ist ganz einfach: Wenn ihr euer Leben verändern wollt, dann müsst ihr für euch definieren, was euch wichtig ist und was demnach eure Prioritäten sind.

„Wahnsinn ist, immer das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“

(… fälschlicherweise Albert Einstein angedichtet, aber nichtsdestotrotz punktgenau) Wenn ihr eure geistige Einstellung ändert und daraufhin euer Handeln anpasst, dann werdet ihr euch auf dem richtigen Pfad finden.

1. Analysiert euren aktuellen Alltag

Schaut, mit was für großen Zeitfressern ihr euren Alltag verbringt. Wir haben alle viel zu tun, die liebe Arbeit, möglicherweise Kinder, vielleicht müsst ihr sogar eure Eltern pflegen oder ihr seid überladen mit Schularbeit.
Wenn ihr ehrlich seid, dann werdet ihr aber auch feststellen, dass ihr doch hin und wieder Zeit findet, um fern zu sehen oder im Internet zu surfen. Vielleicht scrollt ihr aber auch ‚kurz‘ durch Facebook, Pinterest oder Instagram? Was auch immer ihr tut, schreibt es auf.
Wie ihr euch denken könnt, könntet ihr natürlich die letzteren Aktivitäten recht schmerzfrei mit für euch wichtigeren Dingen ersetzen.

2. Macht eine Liste wichtiger Dinge

Jetzt geht es ans Eingemachte. Nehmt euch die Zeit und schreibt alles auf, was euch wichtig ist, Menschen wie Aktivitäten. Betrachtet dabei euer ganzes Leben, sonst erhaltet ihr kein realistisches Bild. Wenn ihr Sport für wichtig in eurem Leben haltet, dann schreibt es auf. Wenn ihr denkt, dass ihr es auch so irgendwie nebenher machen könnt, dann seid ihr entweder einzigartige Genies oder ihr werdet es einfach nicht tun.

Am einfachsten geht das, wenn ihr euch ein leeres Blatt Papier schnappt und alles aufschreibt, was euch einfällt. Hier sind einige meiner eigenen Sachen:

mein Partner
meine Familie
meine Freunde
mein Unternehmen / Arbeit
zeichnen
malen
lesen
Meditation
Natur
spazieren gehen
Zeit für mich
Entspannung
Cello spielen
tanzen
ein Buch schreiben
ein gemütliches Zuhause
die Welt verändern

3. Formuliert Kategorien

Nachdem ich diese unsortierte, lange Liste angelegt hatte, nahm ich ein paar bunte Stifte und begann nach Kategorien zu suchen. Manche Aktivitäten haben den gleichen Nutzen für mich, wie z.B. meditieren oder spazieren gehen. Sie führen dazu, dass ich neue Energie habe und mich mit mir und meiner Umwelt verbunden fühle. Deshalb gehören sie für mich in eine Kategorie.
Des Weiteren gehören die wichtigen Menschen in meinem Leben in eine Kategorie, sowie alles Kreative, wie zeichnen, malen und Cello spielen, zusammen gehört.
Schlussendlich lande ich bei folgenden Kategorien:

Beziehungen
Unternehmen
Kreativität
Spiritualität
Schreiben

Wie ihr seht habe ich dem Schreiben eine eigene Kategorie gegeben, da ich hier ein anderes Ziel verfolge als neue Energie zu tanken. Daher hat es für mich einen anderen Stellenwert und bekommt eine eigene Kategorie.

Jetzt seid ihr an der Reihe. Steckt Aktivitäten mit ähnlichem Nutzen in eine Kategorie oder Gruppierung. Und natürlich werdet ihr andere finden als ich.

4. Priorisieren

Nun da wir eine Handvoll Kategorien haben, können wir diese priorisieren. Für mich sind meine Beziehungen das Wichtigste überhaupt, denn ohne sie möchte ich nicht leben. Danach folgt mein Unternehmen, Spiritualität, Kreativität und zum Schluss das Schreiben.
Seid nicht irritiert, wenn eure Listen komplett anders aussehen als meine. Ich gehe nicht davon aus, dass allen das gleiche wichtig ist wie mir 😉

Warum formen wir überhaupt Kategorien? Wie euch vielleicht aufgefallen ist, sind die Listen wichtiger Dinge recht lang. Dies macht das Planen und Umsetzen viel schwieriger, während eine überschaubare Anzahl viel handlicher ist.

5. Handelt entsprechend eurer Prioritäten

Da ihr nun wisst, was euch im Leben wichtig ist, könnt ihr dies in eurem Alltag entsprechend umsetzen. Da ich jetzt weiß, dass meine Familie über allem anderen steht, werde ich dafür sorgen, dass mein Unternehmen nicht Überhand gewinnt. Und wenn etwas wichtiges passiert ist, dann werde ich alles andere dafür stehen und liegen lassen.
Außerdem weiß ich aus Erfahrung, dass bei mir sowohl Kreativität als auch Spiritualität bei mir im Alltag den Kürzeren ziehen. Da es mir jedoch wichtig ist, plane ich jeden Tag etwas Zeit für mich ein und reserviere außerdem jede Woche mindestens zwei Stunden für Kreativität. Dafür verzichte ich entsprechend auf das Schauen eines Films oder das exzessive Benutzen von Social Media.

6. Passt eure Umgebung an

Manchmal werdet ihr euch in der Situation finden, in der es nicht einfach mit dem Verzicht von Fernsehen getan ist. Wenn ihr zum Beispiel ein neugeborenes Baby Zuhause habt, dann ist das eine andere Herausforderung. Vielleicht realisiert ihr an der Stelle, dass dies aktuell euere Priorität Nummer 1 ist und belasst es wie es ist. Oder ihr müsst dennoch etwas anpassen. Seid kreativ und sucht nach Lösungsansätzen. Vielleicht kann euer Partner abends auf den Nachwuchs aufpassen oder ihr könnt eure Eltern fragen. Ihr könnt auch jemanden engagieren, eine Stunde oder zwei auf den Zwerg aufzupassen oder ihr nutzt die Mittagspause, um etwas für eure übrigen Prioritäten zu tun, sei es Lesen oder Schlafen oder Arbeiten an einem Projekt eurer Wahl. Wo ein Wille, da ein Weg. Findet ihn. Schafft ihn euch.

Ich könnte ewig über dieses Thema schrieben, aber bevor der Artikel endgültig explodiert, komme ich hier zum Schluss. Habt ihr diesen Ansatz ausprobiert? Funktioniert er für euch? Was für Probleme habt ihr? Braucht ihr mehr Informationen?

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