Seite auswählen

Als Autoren verbringen wir sehr viel Zeit an unseren Schreibtischen (Laptop-Besitzer sind natürlich freier bei der Wahl des Arbeitsplatzes), daher ist es wichtig, dass wir uns dort wohlfühlen – was auch unserer Motivation zugutekommt.

Der Arbeitsplatz (Schreibtisch)

Der Schreibtisch sollte an eure Bedürfnisse angepasst sein. Es gibt Menschen, die sich nur an einem steril aufgeräumten Arbeitsplatz wohlfühlen und wieder andere, die ein gepflegtes Chaos bevorzugen. Ihr wisst am besten welchem Typ ihr entsprecht. Wenn ihr wie ich zur zweiten Sorte gehört, solltet ihr dennoch im Vorfeld darauf achten, dass ihr ein kleines Plätzchen für eure Arbeitsmaterialien freihaltet, damit ihr eure Arbeit nicht mittendrin unterbrechen müsst, um Papierstapel, beiseite zu schieben oder nach einem Stift zu wühlen.

Ruhe

Damit meine ich nicht absolute Stille (ich arbeite besser mit Musik), sondern ungestört arbeiten zu können. Es gibt kaum etwas Ärgerlicheres, als minutenlang über einer Formulierung zu brüten und in dem Moment, in dem man sie festhalten möchte, platzt jemand herein, und der Gedanke ist verflogen.

Für alle unter euch, die mit anderen zusammenleben, ist es daher ratsam, Zeiten zum Schreiben zu wählen, in der ihr sicher sein könnt, nicht gestört zu werden. Beispielsweise wenn der Partner schon im Bett ist oder noch schläft, wenn die Kinder in der Schule sind oder die Eltern arbeiten. Ihr könntet natürlich auch solche „Ruhezeiten“ fest in euren Alltag integrieren und diese vorab mit euren Eltern/Mitbewohnern/Partnern absprechen. Laptop-Besitzer haben auch hier wieder den Vorteil, sich alternativ auf Balkon, Garten oder je nach Wohnlage in den Park oder Wald verziehen zu können.

Eine weitere Störquelle ist das Handy. Das solltet ihr idealerweise abschalten oder zumindest auf lautlos stellen. Letzteres hilft allerdings wenig, wenn ihr dann wie ich, alle fünf Minuten einen Blick aufs Display werft.

Musik

Wer gerne mit Musik arbeitet, sollte sich vorab eine Playlist anlegen, um nicht die eigentliche Arbeitszeit mit der Suche nach etwas Geeignetem zu vergeuden. Wer passende Musik zur Stimmungslage im Roman bevorzugt, kann auch gleich mehrere Playlists erstellen (romantisch für Liebesszenen, episch für Kämpfe, emotional für traurige Stellen etc.)

Wer weder Musik hören möchte, noch bei absoluter Stille arbeiten kann, für den gibt es noch Webseiten wie Noisli oder Ambient-Mixer, auf denen ihr euch eure Umgebungsgeräusche selbst auswählen, und bei Letzterem sogar selbst zusammenstellen, könnt. Ihr mögt Vogelgezwitscher? Kein Problem. Ihr liebt das Geräusch von Regenschauern und Gewitter? Auch das ist kein Problem. Seht euch um und probiert es aus 🙂

Arbeitsmaterialien bereitlegen

Wird der Schreibflow unterbrochen, ist es oft schwer, ihn wieder zurückzuerlangen. Deswegen solltet ihr eure Arbeitsmaterialien griffbereit haben, um nicht lange nach ihnen suchen zu müssen. Wichtige Unterlagen könnten hierbei sein:

  • Notizzettel: Um schnell einen Gedankengang zu notieren.
  • Unterlagen zu eurer Geschichte: Weltkarte, Steckbriefe, … – Falls ihr während des Schreibens einige Informationen nachlesen müsst.
  • Stifte: Darauf achten, dass sie auch schreiben …
  • Kleiner Snack: Bei mir lässt die Konzentration schlagartig nach, wenn ich Hunger bekomme. Daher empfehle ich ein Schälchen mit Studentenfutter oder einen Obstteller.
  • Getränk: Stellt euch euer Lieblingsgetränk bereit. Egal ob Kaffee, Tee oder einfach nur Wasser. Viel Trinken ist gesund und hilft euch, konzentriert zu arbeiten.

Passendes Ambiente

Dazu zähle ich beispielsweise, dass euer Arbeitsplatz ausreichend beleuchtet ist. Es arbeitet sich nicht nur besser, sondern es hilft auch wach und konzentriert zu bleiben. Außerdem werden die Augen geschont. Am besten wäre natürlich ein Platz an der Sonne, doch das ist leider weder zeittechnisch noch wettertechnisch immer machbar. Als Alternative kann ich euch allerdings Tageslichtlampen empfehlen, die es in verschiedenen Größen und Preiskategorien zu kaufen gibt.

Den letzten Tipp hab ich von einer Freundin, für die es zum Ritual geworden ist, eine Duftlampe anzuzünden, wenn sie zuhause arbeiten muss. Duftöl gibt es in verschiedenen Sorten, wobei sich Rosmarin, Zitrone, Lavendel und Pfefferminze besonders positiv auf die Konzentration auswirken sollen.

Es ist offensichtlich, dass jeder Mensch andere Präferenzen hegt und es liegt an jedem von uns, heraus zu finden, was unsere sind. Falls ihr Probleme mit eurem aktuellen Zustand habt, dann probiert nach und nach verschiedenes aus und seht, was funktioniert.

Wir freuen uns immer über eure Fortschritte und Ergebnisse zu hören. Solltet ihr Ergänzungen haben, sind diese ebenfalls sehr willkommen!

Ähnliche Artikel

Der erfolgreiche Umgang mit schier endlosen Möglichkeiten

Ist es euch auch schon einmal passiert, dass ihr an einem Wochenende oder im Urlaub die freie Wahl hattet und schlussendlich... nichts gemacht habt? Ihr hättet wandern oder slacklinen oder Fahrrad fahren oder schwimmen gehen können oder ihr hättet lesen oder schreiben...

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.